M1: Süßes statt Saures in Korb

1. November 2026

SC Korb – SG Weissach im Tal 23:28 (11:16)

Keine böse Überraschung an Halloween! Die Männer 1 der SG Weissach im Tal setzen sich am Samstagabend mit 28:23 beim SC Korb durch und nehmen verdient beide Punkte mit ins Täle. Glanzvoll war der Auftritt des Tälesexpress dabei nicht immer. Mit dünn besetzter Bank, einigen Fehlern und einer zwischenzeitlich etwas zittrig schaurigen Schlussphase erledigte die SGW ihre Aufgabe am Ende aber souverän. Auch dank eines glänzend aufgelegten Bene zwischen den Pfosten.

Stotterstart – dann übernimmt die SGW

Der Start in die Partie verlief zunächst alles andere als nach Wunsch. Die Weissacher Abwehr bekam noch nicht den gewünschten Zugriff und auch im Angriff wechselten sich gute Lösungen mit einigen Ungenauigkeiten ab. Nach wenigen Minuten lagen die Gastgeber bereits mit 3:0 in Führung. Dass Korb daraus kein größeres Kapital schlagen konnte, lag auch an Bene: Unser Keeper war direkt im Spiel, parierte insgesamt drei Siebenmeter und musste bei einem davon bei der Parade durchaus Nehmerqualitäten beweisen.

Nach einer Viertelstunde und einer Auszeit von Trainerin Judit Lukács übernahm der Tälesexpress beim 7:8 erstmals die Führung. Eine anschließende Überzahlsituation nutzte Weissach konsequent und setzte sich auf 8:11 ab. Auch die darauf folgende eigene Unterzahl überstand die SGW mit dem zusätzlichen Feldspieler ordentlich. Korb versuchte es dabei mehrfach mit dem Wurf auf das verwaiste Weissacher Tor, konnte die Chance aber nicht nutzen.

Angesichts der dünn besetzten Weissacher Bank war früh klar, dass an diesem Abend auch mit den Kräften gehaushaltet werden musste. Das gelang dem Team durch gelungenes Tempospiel im direkten Gegenstoß sehr gut. Einzig das Niveau der Chancenverwertung war in dieser Phase stark schwankend. Parade Bene, vorne das schnelle 10:13. Im nächsten Angriff gewinnt Max Voigt stark den Ball… und setzt den Wurf per Aufsetzer über das Tor. Immerhin: Die Mannschaftskasse freut sich.

Im Vergleich zur ersten Auswärtspartie in Schorndorf fand der Tälesexpress gegen die Korber Defensive auch im stehenden Angriff immer wieder gute Lösungen und auch das Glück war gegen Ende der ersten Hälfte auf Weissacher Seite. Ein Wurf von Sven fand über den Umweg des Korber Blocks den Weg zum 10:14 ins Tor und hinten war die Kombination aus Pfosten / Latte und Bene eine unüberwindbare Mauer.

Folgerichtig setzen wir uns Stück für Stück ab. Ein echtes Highlight lieferte Maxi Fuchshuber, der einen Abpraller nach einem Wurf von Philipp spektakulär über Kopf verwertete. Handballkunst irgendwo zwischen Improvisation und Johannes Golla, in jedem Fall sehenswert! Den Schlusspunkt der ersten Hälfte setzte Philipp – ebenfalls sehenswert – per Heber zum 11:16-Pausenstand.

 

Tälesexpress setzt sich ab ohne zu glänzen

Nach dem Seitenwechsel kam Weissach zunächst mit Tempo aus der Kabine. Zahlreiche durch die SGW-Abwehr erzwungene Fehler der Gastgeber ermöglichten den schnellen Ausbau der Führung auf 11:18.

Danach schleppte sich die Begegnung allerdings zunehmend dahin. Beim 13:20 hatte Weissach das Spiel weitgehend unter Kontrolle, ohne dabei spielerisch an die eigene Leistungsgrenze gehen zu müssen. Korb fand offensiv vor allem über das Zusammenspiel mit dem Kreis Lösungen. Doch auch darauf hatte der Tälesexpress regelmäßig eine schnelle Antwort und kam auf der Gegenseite ebenfalls über den Kreis zum Erfolg.

Beim 17:23 in der 47. Minute deutete in einem relativ fehlerbehafteten Spiel weiterhin wenig darauf hin, dass dieser Samstagabend noch einmal wirklich spannend werden könnte. Doch Korb wollte sich noch nicht geschlagen geben. Und so sollte die Begegnung passend zu Halloween doch noch zumindest etwas Spannung bereithalten.

Korb sorgt für Halloween-Schrecken aber Bene hält dagegen

In der Schlussphase steigerten sich die Gastgeber deutlich. Insbesondere die Kooperation mit dem Kreisläufer stellte die Weissacher Defensive nun vor große Probleme. In der 53. Minute war der komfortable Vorsprung beim 22:26 plötzlich auf vier Treffer zusammengeschmolzen und Korb drückte weiter.

Bene verhinderte gleich mehrfach, dass die Gastgeber noch näher herankamen. Als ein abgefälschter Wurf in der 55. Minute trotzdem zum 23:26 im Weissacher Tor landete, drohte aus einem eigentlich kontrollierten Samstagabend doch noch eine echte Halloween-Gruselgeschichte zu werden. Wenig später war der Weissacher Man of the Match erneut zur Stelle und verhinderte mehrfach sogar den Anschlusstreffer auf zwei Tore.

Trainerin Judit Lukács reagierte beim Stand von 23:26 mit der Auszeit, die den Flow der Korber erfolgreich stoppte. Zwar tat sich das Tälesteam weiterhin schwer Tore zu erzielen, die Abwehr war aber endlich wieder griffig und ließ keinen Gegentreffer mehr zu.

David erlöst den Tälesexpress

Gut zwei Minuten vor dem Ende war es schließlich David, der mit seinem Treffer zum 23:27 für die Erlösung sorgte. Spätestens nach dem nächsten Ballgewinn von Max war klar: Diese zwei Punkte fahren mit ins Täle. In der letzten Sequenz packte Max noch einmal einen Monsterblock aus, Weissach schaltete schnell um und Marvin veredelte den Gegenstoß zum 23:28-Endstand.

Damit war der Halloween-Spuk in der weitläufigen Korber Ballspielhalle endgültig vorbei. Kein glanzvoller Sieg, kein spielerisches Feuerwerk, aber über weite Strecken ein kontrollierter Auftritt. Und am Ende steht der hochverdiente erste Auswärtssieg der Saison!

Ausblick: Schwere Aufgabe in Oppenweiler

Unter dem Strich steht damit genau das, was an diesem Samstagabend zählte: 23:28, Auswärtssieg, zwei Punkte. Pflicht erfüllt! Für den Tälesexpress gab es an Halloween also zwei süße Punkte statt einer bösen Überraschung.

Ein großes Dankeschön geht an alle mitgereisten Weissacher Fans, die den Tälesexpress auch auswärts unterstützt haben!

Nach dem erfolgreichen Abstecher nach Korb richtet sich der Blick direkt auf die nächste Aufgabe. Kommenden Sonntag heißt es: Derbytime! Gegen die Dritte des HCOB sind wir in Oppenweiler bei einem starken Gegner gefordert. /miw

Für die SGW am Ball:

Marco Pfauser, Benedikt Pollak; Sven Ilse (3), Philipp Kroll (3), Maximilian Voigt (4), Matthias Wertenauer (1), Lukas Krautter (4), Marc Pfitzenmaier, Maximilian Fuchshuber (2), Marvin Häußer (5), Maximilian Zanker (3), David Pfeiffer (3)