Die Saison 2025/2026 markierte für die SG Weissach im Tal in vielerlei Hinsicht einen wichtigen Schritt. Sportlich wie organisatorisch standen die Aktivenmannschaften vor neuen Herausforderungen. Mit der Neuordnung der Bezirke, mehreren personellen Veränderungen und der erstmaligen Teilnahme der Frauenmannschaft an der Landesliga auf Verbandsebene war die vergangene Runde geprägt von Veränderungen, Anpassung und wichtigen Weichenstellungen.
Vor allem die erste Frauenmannschaft schrieb Vereinsgeschichte. Nach dem Aufstieg über die Relegation trat die SGW erstmals überhaupt in der Landesliga an. Entsprechend groß war die Herausforderung für die Mannschaft von Markus Klein und Fabrice Weirich, die sich in einer höheren Spielklasse behaupten musste. Das Ziel war von Beginn an klar formuliert: der Klassenerhalt. Dass die Mannschaft dieses Ziel am Ende erreichen würde, war nach einer intensiven Saison keineswegs selbstverständlich. Zwar gelang mit dem deutlichen 43:25 Auftaktsieg gegen HC Oppenweiler/Backnang 2 ein vielversprechender Start, im weiteren Saisonverlauf musste sich das Team jedoch immer wieder an das höhere Niveau anpassen. Gerade gegen erfahrene Mannschaften zeigte sich, wie anspruchsvoll die Landesliga in ihrer Breite besetzt ist. Dennoch gelang es den SGW-Frauen zunehmend, sich in der Liga zu stabilisieren. Vor allem in der Rückrunde präsentierte sich die Mannschaft gefestigt und sammelte in entscheidenden Spielen wichtige Punkte. Siege gegen HSG Cannstatt/Münster/Max-Eyth-See, SV Fellbach oder im Saisonfinale erneut gegen HC Oppenweiler/Backnang 2 sicherten letztlich den verdienten Klassenerhalt. Mit Platz sieben und 14:22 Punkten konnten die SGW-Frauen ihre Premierensaison auf Verbandsebene erfolgreich abschließen. Die Frauenmannschaft zeigte gerade in schwierigen Phasen Charakter und bewies mehrfach, dass sie Rückschläge verarbeiten kann und war in den wichtigen Spielen stets zur Stelle. Auch im Pokal sorgte die Mannschaft für Aufmerksamkeit und kämpfte sich bis unter die Top 8 Mannschaften im Bezirk vor. Erst gegen den Ligakonkurrenten Schwaikheim war im Viertelfinale Schluss.
Mit dem Saisonende endet zugleich eine prägende Phase im Frauenbereich. Markus Klein und Fabrice Weirich werden ihre Trainertätigkeit beenden. Beide haben die Entwicklung der Mannschaft in den vergangenen Jahren entscheidend begleitet und den Weg von der Bezirksliga bis in die Landesliga mitgestaltet. Die Nachfolge auf der Trainerposition der ersten Frauenmannschaft übernimmt zur kommenden Saison Benedikt Nentwich. Der Inhaber der Trainer-B-Lizenz bringt dabei nicht nur fachliche Qualifikation, sondern auch umfangreiche Erfahrung aus verschiedenen Stationen im leistungsorientierten Handball mit nach Weissach im Tal. In der Vergangenheit war Nentwich unter anderem für die HSG Sulzbach/Murrhardt sowie den HC Oppenweiler/Backnang tätig. Darüber hinaus sammelte er als Co-Trainer bei der SG Schozach-Bottwartal wertvolle Erfahrungen auf höherem Niveau.Mit seiner Verpflichtung setzt die SG Weissach im Tal bewusst auf Kontinuität und Weiterentwicklung. Nentwich soll den eingeschlagenen Weg der vergangenen Jahre fortführen und die Mannschaft nach dem erfolgreichen Klassenerhalt sportlich weiter stabilisieren. Besonders die Mischung aus ambitionierter Arbeit, klaren Strukturen und der gezielten Entwicklung junger Spielerinnen passt dabei zur Ausrichtung des Vereins. Der neue Trainer blickt der Aufgabe mit großer Vorfreude entgegen, sieht im Team Potenzial und möchte dieses gezielt weiterentwickeln – die Aufgabe ist ihm besonders wichtig. Ziel bleibt es, die Frauenmannschaft langfristig in der Landesliga zu etablieren und den nächsten Schritt in der sportlichen Entwicklung zu machen. Komplettiert wird das Trainerteam durch Co-Trainerin Julia Burkhardt und Torwarttrainerin Nicole Huraj, die ihre aktive Karriere zur letzten Saison beendet hat. Für die vakante Torhüterposition sucht die Mannschaft nach einer geeigneten Nachfolgerin.
Auch die zweite Frauenmannschaft blickt auf eine fordernde Saison zurück. Sportlich stand nicht immer das Ergebnis im Vordergrund. Vielmehr ging es darum, trotz eines kleinen Kaders und schwieriger personeller Situationen den Spielbetrieb zuverlässig aufrechtzuerhalten. Dass die Mannschaft kein einziges Spiel absagen oder verlegen musste, verdient dabei besondere Anerkennung. Teilweise trat das Team ohne Wechselmöglichkeiten an, dennoch blieb der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft jederzeit spürbar. Besonders der Saisonendspurt mit vier Siegen in Folge zeigte, welches Potenzial in der Mannschaft steckt.
Im Männerbereich verlief die Saison ebenfalls wechselhaft, insgesamt jedoch stabil. Unter der neuen Trainerin Judit Lukács sowie Co-Trainer Sebastian Konrad gelang der Mannschaft ein guter Start in die Runde. Immer wieder zeigte das Team seine Qualität, insbesondere gegen Spitzenteams der Liga. Der deutliche Erfolg gegen den damaligen Tabellenführer TV Bittenfeld 4 gehörte dabei zu den Höhepunkten der Saison. Allerdings fehlte der Mannschaft über längere Phasen die notwendige Konstanz. Starken Leistungen gegen besser platzierte Teams folgten immer wieder unnötige Punktverluste, insbesondere in Heimspielen und gegen Gegner aus dem Tabellenkeller ließen die Männer mehrfach wichtige Zähler liegen. Dennoch bewies die Mannschaft in der engen Schlussphase der Saison Moral und sicherte sich mit mehreren Erfolgen zum Saisonende dann doch noch souverän den Klassenerhalt. Der fünfte Tabellenplatz spiegelt letztlich eine Saison wider, in der durchaus mehr möglich gewesen wäre, gleichzeitig aber auch wichtige Entwicklungsschritte erkennbar wurden.

